Ein Rückblick auf die Eregnisse des vergangenen Jahres:
Einige Jahre stand das Material meiner alten Modelleisenbahn in Kisten verstaut und unbeachtet in der Wohnung.
Ende 2007 fasste ich dann den Entschluss, die Modelleisenbahn teilweise zu reaktivieren und das überschüssige Material abzugeben. Für die Planung der neuen Modellbahnanlage gab es die folgenden Planungsprämissen:
- Die Modellbahn sollte überwiegend aus dem vorhandenen Material erstellt werden.
- Der größte Anlagenteil durfte die Maße von 100 x 200 cm nicht überschreiten, damit ein Aufbau über dem Gästebett möglich ist.
- Um einen späteren Ausbau der Modellbahnanlage zu ermöglichen, wurde die Modulbauweise gewählt.
- Die Modelleisenbahn sollte die Möglichkeit bieten eine automatisierte Digitalsteuerung zu installieren.
- Der Einsatz vieler Weichenverbindungen sollte Vielfältige Rangier- und Zugfahrten zulassen.
Als Thema der Modellbahn entschied ich mich für einen Durchgangsbahnhof an einer zweigleisigen Eisenbahnstrecke. Der Bahnhof dient sowohl dem Personen als auch dem Güterverkehr einer mittleren Stadt im Mittelgebirgsraum.
Der Gleisplan der Modellbahnanlage entstand ohne Planungssoftware durch Auslegen des vorhandenen Gleismaterials und Zeichnungen.

Das große Bahnhofsmodul sollte außer dem eigentlichen Bahnhof eine Kehrschleife mit einem Schattenbahnhof erhalten. Diese Kombination ermöglicht bereits einen Fahrbetrieb ohne den Anschluss weiterer Module. Im eigenständigen Betrieb fungiert der Bahnhof praktisch als Kopfbahnhof.
Auf der zur Verfügung stehenden Fläche stieß ich sehr schnell an die Grenzen einer realistischen Darstellung. Der Bahnhof ist viel zu kurz und für die Aufnahme von langen Fernverkehrszügen nicht geeignet. Die Gleislängen lassen maximal 3 lange Reisezugwagen mit Zuglok zu, ohne dass es dann noch nennenswerte Reserven für ein Verbremsen oder Durchrutschwege und Sicherheitsabstände gäbe. Um den Platz möglichst optimal zu nutzen, wurden die ersten Weichen in den Gleisbogen gelegt und die Bahnhofsgleise diagonal angeordnet. Maßstäblich hätte der Bahnhof dennoch lediglich eine Länge zwischen den Einfahrweichen von etwa 200 Metern. Es mussten also schnell Kompromisse gefunden werden und wegen meiner Vorlieben und des vorhandenen Materials setzte ich den Plan trotz der unmaßstäblichen Darstellung um.

Entsprechend des gezeichneten Gleisplanes wurde das Modellbahnmodul dann in Spantenbauweise umgesetzt.

Anschließend folgte die Gestaltung der Modellbahnanlage.